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Rechtsauskunft: Frag den Anwalt online  Bestellung unter falschen Namen

Einsatz: 35,00 Euro in Zivilrecht. Frage vom 16.01.2012

Guten Tag,
auf den Mädchennamen meiner Ehefrau wird von Seiten Ihrer Schwester bei Versand und Onlinehäusern bestellt.
Ihren Mädchennamen trägt meine Frau seit 11 Jahren nicht mehr.
Die Bestellungen werden an die Wohnanschtift der Schwester gesendet.
Vorab haben wir eine SCHUFA Anfrage gestellt, um zu sehen ob ein tasächlicher Schaden entstanden ist.
Auf diese warten wir jedoch noch.
Zu dieser Person besteht kein Kontakt.
Uns ist bekannt das aus dem gleichen Grund schon Strafanzeige gegen diese Person gestellt worden ist, da es sich bei uns nicht um einen Einzelfall handelt.

Mfg und Danke

Antwort vom Anwalt
Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle
Rechtsanwälte Bohle und True-Bohle, Damm 2, 26135 Oldenburg, Telefon: 0441 / 26726, Fax: 0441 / 26892
Antwort vom 16.01.2012 15:42:38

Antwort von Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle:

Sehr geehrter Ratsuchender,


auch wenn bereits Strafanzeigen gestellt worden sind, kann Ihrer Ehefrau nur nahegelegt werden, ebenfalls Strafanzeige zu stellen, um diese Taten zu manifestieren.

Wenn es sich offenbar um eine Mehrfachtäterin handelt, wird es dann sicherlich auch nicht zu einer Verfahrenseinstellung kommen, sondern ihre Schwägerin wird eine empfindliche Strafe zu erwarten haben.



Daneben sollte, sofern die Versand-und Onlineverkäufer bekannt sind, diesen gegenüber Mitteilungen gemacht werden. Dazu kann dann auch auf die Strafanzeige Bezug genommen und darauf verwiesen werden.



Es bestehen aber noch weiter Möglichkeiten für Ihre Ehefrau:


So könnte sie gegen ihre Schwester eine Unterlassungsklage erheben, wobei dieses allerdings mit Kosten verbunden ist, die ca. 1.200,00 € liegen dürften.

Zwar könnte man diese Kosten dann von der Schwester zurückfordern. Es dürfte aber fraglich sein, ob dort etwas zu holen ist.


Auch können Schadensersatzansprüche durchgesetzt werden, wenn tatsächlich ein Schaden eingetreten ist. Dazu kann dann auch der Schufa-Eintrag zählen.


Gegenüber der Schufa sollte dann sofort mit Hinweis auf die Strafanzeige die Löschung der dann unberechtigten Eintragungen beantragt werden.


Wichtig ist weiter, dass ihre Ehefrau sich gegen unberechtigte Forderungen fristgerecht wehrt. Sollten also aufgrund dieser "Bestellungen" Forderungen an Ihre Ehefrau gestellt werden, muss sie unbedingt reagieren.

Die Forderung ist also zurükzuweisen und auch hier kann wieder auf die Strafanzeige dann verwiesen werden.


Sie sehen also, dass eine Strafanzeige wichtig ist, so dass Ihre Ehefrau eine solche unbedingt stellen sollte. Hinsichtlich der zivilrechtlichen Schritte wird es immer auch eine finanzielle Frage sein, wieviel Geld man investieren möchte. Die oben aufgezählte Möglichkeiten bestehen aber.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
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