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Rechtsauskunft: Frag den Anwalt online  Beamter nur Berufsunfähigkeitsversicherung anstatt Dienstunfähigkeitsversicherung abgeschlossen

Einsatz: 35,00 Euro in Versicherungsrecht. Frage vom 29.09.2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Polizeibeamter (Titel Diplom-Verwaltungswirt (FH)) habe ich in 09/2009 eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließen wollen.

Aufgrund meiner Freizeitaktivität Fallschirmspringen hätte ich bei den normalen Anbietern wegen Gefahrenzulage sehr hohe Sätze zahlen müssen. Daher habe ich über den Fallschirmsportverband die Gerling, heute HDI Gerling empfohlen bekommen und dort abgeschlossen.

In der Police steht Diplom-Verwaltungswirt und verbeamtet.

Durch mein Verschulden habe ich mich erst heute darum gekümmert und festgestellt, dass im Vertrag gar keine spezielle Dienstunfähigkeitsversicherungsklauses enthalten ist.

Somit könnte ich im schlimmsten Fall vom Dienstherren für dienstunfähig, aber von der Versicherung nicht für berufsunfähig eingestuft werden.

Beratungsprotokolle existieren nicht.

??Besteht hier irgendeine Möglichkeit diesen Vertrag dennoch rückwirkend für unwirksam zu erklären??

Was könnte ein Anwalt tuen, bzw. würde er für die Beauftragung verlangen. Woran orientiert sich der Streitwert (jährliche Prämienzahldauer hatte sich von 10/2005 80 € bis heute 112 € dynamisch gesteigert)?

Vielen Dank im Voraus,
mit freundlichen Grüßen
Stefan Maus

Antwort vom Anwalt
Rechtsanwalt Thomas Joschko
Schumacher & Partner, 219, 10719 Berlin, Telefon: 030 / 88710820, Fax: 030 / 88710821
Antwort vom 29.09.2012 21:23:00

Antwort von Rechtsanwalt Thomas Joschko:

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte diese anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen dieser Erstberatungsplattform wie folgt beantworten:

Eine Möglichkeit wie von Ihnen angedacht, den Versicherungsvertrag rückwirkend für unwirksam zu erklären bzw. im rechtlichen Sinne anzufechten kann bestehen, sofern Sie von dem damaligen Versicherungsberater bzw. – vermittler arglistig getäuscht wurden. Hierfür müssten Sie nachweisen können, dass Sie seinerseit gegenüber dem Berater ausdrücklich den Abschluss einer Dientsunfähigkeitsversicherung und nicht nur einer Berufsunfähigkeitsversicherung verlangt bzw. gewünscht hatten.

Ich kann Ihnen insoweit nur anraten, mit Ihren Fall einem im Versicherungsrecht versierten Rechtsanwalt mit allen entsprechenden Unterlagen vorzulegen und eine genaue Überprüfung vornehmen zu lassen, um entsprechend Möglichkeiten prüfen zu können, was auch nur so und leider nicht im Rahmen der hiesigen Erstberatung möglich ist. Gern können Sie sich insoweit auch weiterhin an mich wenden. Gleiches gilt für eine abschließende Bestimmung des Streitwertes und der darauf zu berechnenden Anwaltskosten. Auch dies kann abschließend erst nach Einsicht in den Versicherungsvertrag und ggf. weitere noch vorhandene Unterlagen bestimmt und errechnet werden, in jedem Fall beträgt der Streitwert jedoch in solchen Fällen mindestens die im Falle eines ordnungsgemäßen Vertragsabschlusses auszuzahlende Jahresrente.

Gerne nehme ich mich der Angelegenheit an und unterbreite Ihnen nach Übersendung der Unterlagen (per E-Mail, Fax oder postalisch) ein konkretes Angebot für meine außergerichtliche Tätigkeit bzw. konkrete Prüfung.

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Joschko
Rechtsanwalt


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