Sie sind hier: Startseite » Rechtsauskunft » Steuerrecht » Versteuerung der Mieteinnahme


Rechtsgebiete

Online-Rechtsberatung vom Anwalt

Rechtsauskunft: Frag den Anwalt online  Versteuerung der Mieteinnahme

Einsatz: 45,00 Euro in Steuerrecht. Frage vom 24.10.2012

Hallo,
mein Sohn, 37, wohnt in einer eigenen Wohnung (48m2).
Er studiert und wird im kommenden Jahr fertig.
Aus persönlichen Gründen, sucht er eine andere Wohnung und möchte die Miete durch die Vermietung seiner eigenen Wohnung finanzieren.
Frage:
1. muß er die Mieteinkünfte versteuern?
oder kann er die eigene Miete steuerlich geltend machen?
2. wie sieht es aus, wenn er keine Stelle findet und in Hartz IV fällt?
Vielen Dank
Lippelt

Antwort vom Anwalt
Rechtsanwalt Thomas Joschko
Schumacher & Partner, 219, 10719 Berlin, Telefon: 030 / 88710820, Fax: 030 / 88710821
Antwort vom 24.10.2012 00:49:23

Antwort von Rechtsanwalt Thomas Joschko:

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte diese anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Zu 1. muß er die Mieteinkünfte versteuern? oder kann er die eigene Miete steuerlich geltend machen?

Ja, denn Mieteinnahmen zählen zu den steuerlich relevanten Einkünften. Als Vermieter muss Ihr Sohn also sämtliche erzielten Mieteinnahmen als Einkommen versteuern, wobei für die Ermittlung dieser Einkunftsart der Höhe nach die Nettokaltmiete ausschlaggebend ist. Die Versteuerung erfolgt dabei durch Zusammenrechnung der Mieteinkünfte mit dem sonstigen Einkommen Ihres Sohnes und dem darauf anfallenden individuellen Steuersatz. Anzugeben in der Steuererklärung sind die erzielten Mieten einfach unter der Rubrik „Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung“. Eigene Mietzahlungen sind hingegen grundsätzlich steuerlich neutral und müssen nicht angegeben werden. Lediglich bei gewerblicher Miete könnten diese indirekt als Betriebsausgaben abgesetzt werden.

Zu 2. wie sieht es aus, wenn er keine Stelle findet und in Hartz IV fällt?

Auch im Rahmen des Bezuges von Hartz IV zählen Mieteinnahmen als Einkünfte und werden daher grundsätzlich auf das ALG II bedarfsmindernd angerechnet.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Joschko
Rechtsanwalt


Hinweis: Diese Plattform kann eine vollumfassende Rechtsberatung nicht ersetzen und leisten. Wenden Sie sich bitte direkt per E-Mail an mich, wenn Sie eine weitergehende Prüfung und Kommunikation wünschen. Hier kann nur eine erste Einschätzung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts gegeben werden.

Gerne stehe ich für eine Mandatierung zur Verfügung - bei Interesse kontaktieren Sie mich einfach per E-Mail.

www.ra-joschko.de
www.schumacherundpartner.de
www.online-kündigungsschutz.de
www.anwalt-onlinescheidung.de
www.blitzeranwalt24.de
www.fight-for-your-right.de


Nachfrage vom Fragesteller
am 25.10.2012 11:36:41

Hallo,
danke für die Antwort.
zu 2. habe ich noch eine Frage: wenn seine Mieteinnahme mit dem Hartz IV- Bezug verrechnet wird bleibt ja nichts mehr übrig, was ist dann mit seinen neuen Mietkosten und den Nebenkosten, er hätte ja sonst keine Mittel für seinen Lebensunterhalt?
Gruß
Lippelt
06131-73892


Antwort vom Anwalt
Rechtsanwalt Thomas Joschko
Schumacher & Partner, 219, 10719 Berlin, Telefon: 030 / 88710820, Fax: 030 / 88710821
Antwort vom 25.10.2012 11:48:38

Antwort von Rechtsanwalt Thomas Joschko:

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage noch wie folgt:

Eine solche Verrechnung wie von Ihnen geschildert würde bei etwa gleich hohen beiden Mieten praktisch nur darauf hinauslaufen, dass Ihrem Sohn lediglich die Miete nicht noch zusätzlich gezahlt werden würde. Die normalen Lebenskosten bleiben ihm im Hartz IV Bezug trotzdem erhalten, soweit nach der entsprechenden Verrechnung immer noch Bedürftigkeit besteht. Ist dies der Fall, wird Ihr Sohn also folglich dennoch Anspruch auf Hartz IV Leistungen haben, wenn sicherlich auch nicht in der vollen Höhe, da er ja eben zumindest teilweises Einkommen in Form von Mieteinnahmen hätte.

Mit freundlichen Gruessen

Thomas Joschko
Rechtsanwalt



 
© 2012 law4life GbR - Jürgen-Töpfer-Str. 8, 22763 Hamburg,

nach oben ⇑