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Rechtsauskunft: Frag den Anwalt online  Computersabotage

Einsatz: 20,00 Euro in Internetrecht. Frage vom 13.09.2012

Hallo,
habe eine Frage bezüglich der Straftat Computersabotage.
Ein Freund und ich eröffneten einen Online MMO Server, der Freund war Hoster und ich habe mit daran gearbeitet. Nach ein paar Wochen schloss mich mein Freund aus und ich verlor alle rechte und ca. 100 euro die ich investierte für die Root Kosten.
Daraufhin hab ich ihn aufgefordert mir das Geld zurückzuzahlen. Er verneinte die Anfrage.
Ein paar Wochen später hab ich dann aus Dummheit seinen Spieleserver mehrmals crashen lassen, und ihn aufgefordert seine schulden zurückzuzahlen. Als das auch nichts half, gab ich dann nach ein paar Tagen auf.
Nun bekam ich Post von der Polizei die mich vorgeladen hat um mich zu äussern wegen "Computersabotage und Versuchter Erpressung (Verdacht).
Ich gebe das natürlich zu, es war dumm. Aber was kann da auf mich zukommen?

Mfg

Antwort vom Anwalt
Rechtsanwalt Steffan Schwerin
Rechtsanwaltskanzlei Schwerin, 11, 07749 Jena, Telefon: 03641 / 801257, Fax: 03212 / 1128582
Antwort vom 13.09.2012 13:55:05

Antwort von Rechtsanwalt Steffan Schwerin:

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

In erster Linie ist die versuchte Erpressung maßgeblich.

Sie haben dem Bekannten mit einem Übel gedroht, für den Fall, dass er seine Schulden nicht bezahlt.

Darin liegt eigentlich auch schon fast eine vollendete Erpressung.

Jedenfallls wird die Computersabotage nach § 303 b StGB dahinter zurücktreten müssen.

Sofern Sie nicht vorbestraft sind und das Fehlverhalten einräumen, wird man die Ermittlungen sicher einstellen, sodass keine Strafe droht.

Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte und stehe für Rückfragen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller
am 13.09.2012 14:02:30

Erstmal herzlichen Dank für die rasche Antwort!

Vorbestraft bin ich nicht, hatte nur bedenken das mir da eventuell eine Haftsrafe droht aufgrund meiner "Recherche" im Internet bezüglich Computersabote.
Da das Programm das ich nutzte um seinen Spiele-Server "crashen zu lassen", auch zum DoSén genutzt wrd.Was würde denn im schlimmsten Fall auf mich zukommen?

Mfg


Antwort vom Anwalt
Rechtsanwalt Steffan Schwerin
Rechtsanwaltskanzlei Schwerin, 11, 07749 Jena, Telefon: 03641 / 801257, Fax: 03212 / 1128582
Antwort vom 13.09.2012 14:05:24

Antwort von Rechtsanwalt Steffan Schwerin:

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

§ 303 b StGB sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe vor.

Ebenso ist es bei der Erpressung nach § 253 StGB.

Im schlimmsten Fall könnte also auch eine Haftstrafe drohen.

Da aber im Ergebnis nichts schlimmes passiert ist und Ihr Handeln keine Konsequenzen für den Bekannten hatte, wird man die Ermittlungen einstellen.

Mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin
Rechtsanwalt



 
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